artikelbild-metoprolol-und-fluoxetion

Einige Medikamente können die Wirkung anderer Substanzen verändern. Dies ist der Fall bei Metoprolol und Fluoxetin. Wenn ein Patient von mehreren Ärzten behandelt wird, kann es vorkommen, dass einer von ihnen das Risiko übersieht. Dann ist es Aufgabe des Apothekers, auf das Problem hinzuweisen. Beide Wirkstoffe werden aber auch als Neuro-Enhancer eingesetzt. Die Kunden gehen dann oft nicht in die Apotheke, sondern bestellen ohne Beratung im Internet. Das kann zu Problemen führen.

Metoprolol und Fluoxetin

Metoprolol ist ein so genannter Betablocker. Es senkt die Herzfrequenz und den Blutdruck. Deshalb wird es häufig bei Herzkrankheiten eingesetzt. Manche Menschen verwenden es auch als Neuro-Enhancer, unter anderem wegen seiner leicht beruhigenden Wirkung.

Fluoxetin, unter anderem als Prozac oder Fluctin auf dem Markt, wirkt antidepressiv, indem es die Wiederaufnahme von Serotonin im synaptischen Spalt hemmt. Das Glückshormon Serotonin sorgt für gute Laune. Es lässt Ängste und Kummer weniger schlimm erscheinen. In der Medizin wird es deshalb zur Behandlung von Depressionen und Zwangsstörungen eingesetzt. Weil es die Stimmung aufhellt, ist es aber auch ein beliebter Neuro-Enhancer.

Wechselwirkungen

Metoprolol wird in der Leber fast ausschließlich durch ein einziges Enzym (CYP2D6) abgebaut. Fluoxetin hemmt die Aktivität dieses Enzyms. Dadurch kann es zu einem starken Anstieg der Wirkstoffkonzentration im Blutplasma kommen. Im schlimmsten Fall führt dies zu einem starken Blutdruckabfall und einem extrem langsamen Herzschlag. Die Folgen sind Schwindel, Atemnot, extreme Erschöpfung, Müdigkeit oder Koma.

In der Regel würde der Arzt in einem solchen Fall statt Metoprolol einen Wirkstoff verschreiben, der nicht über das Enzym CYP2D6 abgebaut wird, zum Beispiel Bisoprolol. Eine andere Möglichkeit wäre, die Dosis von Metoprolol zu reduzieren. Die Dosis muss jedoch wieder angepasst werden, wenn die Behandlung mit Fluoxetin beendet ist.

Bei Personen, die aktiv Hirndoping betreiben, kommt die fachliche Beratung oft zu kurz. Kein Arzt würde ein Medikament für diesen Zweck verschreiben, also bleibt nur der Weg über andere Quellen. Im Internet ist der Betablocker Metoprolol rezeptfrei erhältlich, ähnlich verhält es sich mit Fluoxetin. Da in der Szene viel experimentiert wird, kann es zu riskanten Kombinationen kommen.

Die vielfältigen Risiken des „Hirndopings“ zeigen, wie wichtig es ist, über die möglichen Folgen zu sprechen. Die Betroffenen sind oft jung und gut ausgebildet, aber gerade die Aufklärung junger Menschen ist noch viel zu wenig ausgeprägt. Es wäre besonders wichtig, bereits in Schulen und Universitäten über das Thema zu informieren.

Mehr Infos zu Metoprolol und Fluoxetin

Die Wechselwirkungen zwischen Metoprolol und Fluoxetin sollten nicht auf die leichte Schulter genommen werden.



Lopressor | Metoprolol 24

4 Kommentar

  1. […] Vergleich zu den beiden zuvor genannten sind die körperlichen Risiken des SSRI-Präparats Fluoxetin (besser bekannt als „Prozac“) eher gering. Allerdings besteht auch hier die Gefahr, dass […]

  2. […] Vergleich zu den beiden zuvor genannten sind die körperlichen Risiken des SSRI-Präparats Fluoxetin (besser bekannt als „Prozac“) eher gering. Allerdings besteht auch hier die Gefahr, dass […]

  3. […] Quelle: Wechselwirkungen: Metoprolol und Fluoxetin | Lifestyle Hirndoping […]

  4. […] Quelle: Wechselwirkungen: Metoprolol und Fluoxetin | Lifestyle Hirndoping […]

Schreiben Sie einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert